EM-Ausscheidung in Langenselbold – Wer fährt für Deutschland zur EM nach Ungarn?

Vorschau Europameisterschafts-Qualifikation am 21.05.2022 in Langenselbold /Hessen

Austragungsort: Hessentagshalle, Ringsstr. 55, 63505 Langenselbold

Kunstradsport (WS) Nach zuletzt 2018 in Wiesbaden und den Corona bedingten Absagen in 2020 und 2021 findet nunmehr in 2022 erneut eine UEC-Europameisterschaft im Hallenradsport der Elite) statt. Diese wird am 17. + 18.06.2022 in Nyíregyháza (Ungarn) stattfinden. Um mit einer starken Mannschaft bei diesen kontinentalen Meisterschaften anzutreten, führt der Bund Deutscher Radfahrer am 21.05.2022 in Langenselbold eine EM-Qualifikation durch. Startberechtigt sind im 1er/2er Kunstradsport die jeweils sechs Erstplatzierten aus der B-Kader Qualifikation des Vorjahres, im 4er Kunstradsport die fünf Erstplatzierten der WM- Qualifikation des Vorjahres. Somit kämpfen insgesamt 12 Einer, 11 Zweier-Paare sowie 4 Vierer um die deutschen EM-Tickets in einer Vorrunde und einem abendlichen Finale, bei der dann die EM-Tickets vergeben werden.

Im 1er Kunstrad der sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen sind jeweils zwei EM-Tickets zu vergeben. Favorit auf eines der Tickets ist der 5-fache Weltmeister Lukas Kohl (Kirchehrenbach). Seit 2016 ungeschlagen strebt er nach einem weiteren Titel. Doch wer wird in begleiten? Max Maute (Tailfingen), Marcel Jüngling (Dornheim) der als Junioren-Nationaltrainer eine Woche später bei der Junioren-EM in Schaffhausen (Schweiz) sein Trainer-Debüt geben wird, oder die drei Außenseiter Philipp Thiess Rapp (Tailfingen), Sebastian Zähringer (Unteribental) und Simon Köcher (Öschelbronn). Die Tagesform wird wohl entscheiden. „Das wird sehr spannend“ ist sich Weltmeister Lukas Kohl sicher. „Vor allen Dingen der Modus, wenn der Erste gegen den vierten bzw. der Zweite gegen den Dritten aus der Vorrunde um die EM-Tickets kämpfen.“ Bei den Frauen ist keine der Teilnehmerinnen favorisiert. Vize-Weltmeisterin Lara Füller (Poppenweiler) stellt die höchste Schwierigkeit auf, knapp gefolgt von Junioren-Europameisterin 2021 Jana Pfann sowie Ramona Dandl (beide Bruckmühl). Veronika Koch (Hausham),.Etwas weniger Punkte haben Lena Günther (Nufringen) sowie Christina Biermann (Herford) auf ihrem Wettkampfbogen stehen.

Ein Dreikampf um die zwei EM-Tickets ist im 2er der offene Klasse zu erwarten. Die mehrfachen Weltmeister Serafin Schefold/Max Hanselmann (Öhringen), kämpfen mit den EM-Titelverteidigern Nina Stapf(Patrick Tisch (Denkendorf/Magstadt) sowie den Lokalmatadoren und derzeit im UCI-Weltcup-Führenden Lea Styber/Nico Rödiger (Langenselbold) um die EM-Teilnahme. Daniel und Alexander Stark (Bernlohe), Celine Stapf/Niklas Kreuzmann (Soden) sowie Inken Berg/David Rauer (Hainstadt) bleiben wohl nur die Zuschauerrolle.

Auch eine enge Kiste wird es vermutlich im 2er der Frauen geben, den bisher ging es beim Weltcup in der Spitze sehr eng her. Caroline Wurth/Sophie-Marie Wöhrle (Gutsch), die Weltcup-Führenden Henny Kirst/Antonia Bärk (Bonn-Duisdorf) sowie die Weltmeisterinnen Selina Marquardt/Helen Vordermeier (Oberjesingen/Stuttgart) rechnen sich Chancen auf eine EM-Teilnahme aus. Dahinter lauern die 2-fachen Junioren-Europameisterinnen Anika Papok/Anna-Sophia von Schneyder (Lottstetten) auf die Fehler der favorisierten Duos. Lara Schneider/Tanja Österle (Unterweissach) sind die ganz großen Außenseiter.

Im 4er Kunstrad ist der RMSV Aach mit 230,8 Punkten am Start, während die anderen Mannschaften etwas mehr an Schwierigkeit einreichen. Der TSG Flonheim folgt mit 236,8 bevor das Team der RSV Steinhöring mit 237,8 auf die Fläche gehen wird. Das schwierigste Programm zu bewältigen hat das Team des RV Mainz-Ebersheim, das 240,6 Punkte einreicht. In der Vorrunde treten alle Mannschaften an. In der Abendveranstaltung fahren dann die beiden besten Mannschaften aus der Vorrunde den deutschen EM-Vierer aus.

Für Spannung ist in allen Disziplinen gesorgt und Überraschungen nicht ausgeschlossen.

 

Startliste: https://mailhost.hallenradsport-daum.de/Ergebnisse/Ergebnisse_Kunstrad/0000000967.pdf

Bild mit freundlicher Genehmigung von Wilfried Schwarz | das Randsport-Magazin
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