UEC-Europameisterschaft in Ungarn – Lange Anreise bevor es um die EM-Medaillen geht

Vorschau zur UEC-Hallenradsport-Europameisterschaft am 17./18. Juni 2022 Nyíregyháza (Ungarn)

Veranstaltungsort: Continental Arena Nyíregyháza (Hungary)

Homepage: https://indoorhungary.com/

Hallenradsport (WS) Nachdem seit 2018 keine UEC-Hallenrad-Europameisterschaft mehr stattfand, findet nunmehr am Wochenende (17. + 18. Juni 2022) diese im ungarischen Nyíregyháza statt. Die Continental-Arena in der siebtgrößte Stadt Ungarns (im Nordosten von Ungarn gelegen / ca. 50 KM bis zur ukrainischen Grenze) ist Austragungsort der kontinentalen Meisterschaft im Hallenradsport (Kunstrad und Radball). 10 europäische Nationen haben ihre Sportler für diese Kontinentalen Meisterschaften gemeldet. Österreich, die Schweiz, Frankreich, Italien, Belgien, Tschechien, die Slowakei, Spanien, Deutschland und Gastgeber Ungarn werden um Punkte, Tore und damit um die EM-Medaillen in Gold, Silber und Bronze kämpfen. Es werden zwei Spannungsreiche Tage erwartet. Die deutschen Bundestrainer Dieter Maute (Tailfingen/Kunstrad) und Jörg Latzel (Hameln) werden nach der spannenden EM-Ausscheidung Langenselbold mit einem starken Team antreten. Dem Ko-Modus fielen die 2er Weltmeisterinnen Selina Marquardt/Helen Vordermeier (Oberjesingen/Stuttgart) sowie Vize-Weltmeister Max Maute (Tailfingen) und Lara Füller (Poppenweiler) zum Opfer. Für Deutschland am Start sind: 1er Kunstradsport: der 5-fache Weltmeister Lukas Kohl (Kirchehrenbach), Marcel Jüngling (Dornheim), Ramona Dandl und Jana Pfann beide (RKB Bruckmühl). Im 2er Kunstradsport: Serafin Schefold/Max Hanselmann (Öhringen), Nico Rödiger/Lea Styber (Langenselbold), Caroline Wurth/Sophie/Sophie-Marie Wöhrle (Gutach), Henny Kist/ Antonia Bärk (Bonn-Duisdorf), 4er Kunstradsport: RV Mainz-Ebersheim mit Tijem Karatas, Annika Rosenbach, Stella Rosenbach und Milena Schwarz. Und im Radball werden der amtierende Weltmeister Bernd Mlady (Stein) zusammen mit Robert Mlady, als Ersatz für den verletzten Weltmeister Gerhard Mlady die deutschen Farben Schwarz-Rot-Gold repräsentieren. Im Gegensatz zur Weltmeisterschaft, wird es an der EM keine Vorrunde geben. Das heißt im Kunstrad gibt’s je Sportler nur einen Start und in diesen 5 Minuten muss dieser Topfit sein bzw. sein Leistungspotenzial entsprechend abrufen.

 

„Alle Sportler sind nach derzeitigem Stand fit“, vermeldet Kunstrad-Bundestrainer Dieter Maute. „Wir reisen natürlich mit dem Ziel nach Ungarn möglichst alle EM-Titel zu holen. Als eine der stärksten Hallenrad-Nationen muss dies unser Anspruch sein.“ Die Chancen den EM-Titel nach Deutschland zu holen sind in allen 6 Disziplinen gegeben:

2er Kunstradsport: Sowohl Schefold/Hanselmann als auch die aktuell Weltcup-Führenden Rödiger/Styber kommen für den EM-Sieg in Frage. Das Paar Schnetzer/Kühne (Österreich) hat bereits einen größeren Punktrückstand und kann wohl nicht in den Zweikampf eingreifen. Wöhrle/Wurth gleich eine sturzfreie Kür zeigen, nachdem sie immer wiedermal einen Ausrutscher zu verzeichnen haben oder werden die Weltcup-führenden Kist/Bärk bei ihrem ersten großen internationalen Einsatz im Nationaltrikot ganz oben stehen? Dahinter werden wohl ein Paar aus Österreich oder der Schweiz auf Bronze spekulieren.

Im 1er Kunstradsport der Männer heißt er Favorit ganz klar: Weltmeister Lukas Kohl., der Ergebnisse über der 200er Marke am laufenden Band produziert. Marcel Jüngling, der bei der EM- Qualifikation erstmals die 200er Marke übertraf, hat gute Chancen auf den Vize-EM-Titel. Dies kann jedoch nur mit einer optimalen Leistung gelingen, denn dahinter lauert mit dem für Spanien fahrenden Herrenberger Spanier Emilio Arellano ein weiterer Kandidat auf das Treppchen. Auch Ungarn hat mit Martin Schön einen Medaillenkandidat im Rennen, der jedoch auf Ausrutscher der drei Medaillenfavoriten hoffen muss. Bei den Frauen ist es wie auch an der DM und WM am engsten, wobei es vermutlich eine Europameisterin aus Bruckmühl geben wird. Denn sowohl die Weltcup-Führende Ramona Dandl als auch die letztjährige Junioren-Europameisterin Jana Dandl starten für den RKB Bruckmühl. Es wird ein Vereinsduell auf EU-Ebene sein. Mögliche Kandidatinnen für den 3. Platz sind die für Italien startende Magdalena Müller (Mochenwangen) sowie Romina Ledergerber (Schweiz) und Alice Rieb (Frankreich).

Und im 4er Kunstrad: Da haben zwar nur die Schweiz und Deutschland gemeldet. Sowohl der Schweizer 4er als auch das Quartett vom RV Mainz-Ebersheim liegen nach der aufgestellten Schwierigkeit dicht beisammen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen wird erwartet. Wer sich hier ein Absteiger erlaubt, hat vermutlich verloren.

Im Radball kann es im Finale evtl. zum ewigen Duell zwischen den Mlady’s (Deutschland), den amtierenden Weltmeistern, jedoch aufgrund der Verletzung von Gerhard Mlady nur zu „50 % Weltmeister“ und dem Duo Schnetzer/Feurstein (Österreich), das nach überstandener Verletzungspause immer besser in Tritt kommt. Doch auch die anderen Nationen wie Frankreich, die Schweiz mit den Vize-Weltmeistern Waibel/Waibel und Tschechien müssen erst besiegt werden, denn bei den bisherigen internationalen Begegnungen waren dies stets unbequeme Gegner.

 

Das EM-Team für die UEC-Hallenrad-Europameisterschaft (17. + 18.06.2022) in Nyíregyháza (Ungarn)

1er Männer: Lukas Kohl (Kirchehrenbach) // Marcel Jüngling (Dornheim)

1er Frauen: Jana Pfann // Ramona Dandl (beide RKB Bruckmühl)

2er offene Klasse: Serafin Schefold / Max Hanselmann (Öhringen) // Nico Rödiger / Lea Styber (Langenselbold)

2er Frauen: Caroline Wurth/Sophia Nattmann (Gutach)// Henny Kirst / Antonia Baerk (Bonn-Duisdorf)

4er Kunstrad: RV Mainz-Ebersheim: Tijem Karatas, Annika Rosenbach, Stella Rosenbach, Milena Schwarz

Bundestrainer Kunstrad: Dieter Maute (Tailfingen) / Anja Sepp (Langenselbold)

Radball: Bernd Mlady / Robert Mlady (RMC Stein) // Ersatz (RSC Schiefbahn) Marius Hermanns/Sven Holland-Moritz)

Bundestrainer Radball: Jörg Latzel (Hameln), Lars Wegmann (Köln)

 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Wilfried Schwarz | das Randsport-Magazin
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